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„Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.“
 Ingeborg Bachmann

 

 

 

 

 

UNSERE SELBSTHILFEGRUPPE

Das Gefühl, allein zu sein, mit niemandem darüber reden zu dürfen, bestimmt das Leben vieler intersexuellen Menschen. Es ist befreiend, wenn man mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, über die eigenen Leiden reden kann. In unserer Selbsthilfegruppe unterstützen wir einander bei der 'Rückeroberung' der uns vorenthaltenen Wahrheit.

Unser Anliegen ist es, intersexuelle Menschen in der Schweiz und Umgebung aus ihrer Isolation herauszuholen, in die sie durch Tabuisierung, durch die Behandlung durch Eltern und Ärzte geraten sind, um sie über Intersexualität zu informieren und ihre Lebensqualität zu steigern.

Intersexualität ist keine Krankheit und schon gar nicht etwas, wofür man sich schämen muss. Unsere Homepage klärt über Intersexualität auf und will zur Enttabuisierung beitragen.

Daniela Truffer  
Kontakt

 

 

 

 

 

 

U N S E R E   F O R D E R U N G E N


(1) Keine Zwangsoperationen
Zwischengeschlechtlich geborene Kinder dürfen nicht ohne ihre Zustimmung irreversiblen geschlechtsangleichenden Operationen unterzogen werden. Geschlechtsangleichende Operationen werden nur mit dem Einverständnis der betroffenen zwischengeschlechtlichen Person durchgeführt.

Ausnahmen: Ist das Leben eines zwischengeschlechtlich geborenen Kindes ernsthaft bedroht (zum Beispiel bei AGS mit Salzverlust) oder seine Lebensqualität bereits nach der Geburt beeinträchtigt (wenn beispielsweise der Harnabfluss blockiert ist), dürfen die Ärzte mit Zustimmung der Eltern medizinisch indizierte Eingriffe (und nur diese) vornehmen.

(2) Das Individuum respektieren
Zwischengeschlechtlich geborene Menschen müssen altersgerecht und stufenweise über ihre Besonderheit informiert werden. Der Kontakt zu anderen zwischengeschlechtlich geborenen Menschen muss nicht nur ermöglicht, sondern von den Eltern und der Ärzteschaft auch aktiv gefördert werden.

(3) Die Eltern informieren
Wenn ein zwischengeschlechtliches Kind geboren wird, ist die Ärzteschaft verpflichtet, die Eltern vollumfänglich zu informieren und in der Folge eine erwachsene zwischengeschlechtliche Person (Vertreterin einer zwischengeschlechtlichen Organisation) als Beraterin und Begleiterin bei zu ziehen. Die Eltern müssen durch eine betroffene Person beraten und begleitet und somit stärker für die Thematik sensibilisiert werden.

(4) Die Gesellschaft sensibilisieren
Zwischengeschlechtlichkeit wird im Biologieunterricht und in sozialen Fächern an den Schulen ab sofort Pflichtfach. Es gibt keine(n) Schüler(in) mehr, der/die noch nie etwas von Zwischengeschlechtlichkeit gehört hat.

In der Ausbildung von ÄrztInnen, Krankenschwestern, PflegerInnen, LehrerInnen, KindergärtnerInnen, Psychologinnen, SozialarbeiterInnen etc. wird Zwischengeschlechtlichkeit ab sofort Pflichtfach. Es gibt niemanden mehr, der seine Ausbildung in einem medizinischen oder sozialen Beruf absolviert hat, ohne jemals etwas über Zwischengeschlechtlichkeit gehört zu haben.





Artikel erstellt am 2016/04/02.

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